Männersache
„Männersache“ ...
... von Hans-Peter Tiemann

Leitung: Marcus Waitz

Mit Kurt und Walter stehen zwei bedauerliche
Exemplare der Spezies Mann im Zentrum der
Handlung: Nachdem sie einer Gehirnwäsche
unterzogen worden waren, sind die beiden
Männer zu wahren Jammerlappen mutiert,
die komplett unter der Fuchtel ihrer Ehegattinnen stehen. Als sie ein Anzeichen von Rebellion zeigen, wird ihnen von einem mysteriösen Fremden der „Historvisor 3000“ zugespielt. Mit dieser Maschine haben sie die Möglichkeit, in bestimmte fiktionale Geschichten zu reisen, um sich dort an männlichen Rollenvorbildern zu orientieren. So sollen doch noch echte Kerle aus ihnen werden. Doch all die Reisen entpuppen sich als Flops.

Tarzan im Dschungel, die harten Cowboys im Wilden Westen und auch Graf Dracula sind nichts weiter als Waschlappen unter den Pantoffeln des weiblichen Geschlechts. Erst als die beiden Protagonisten in die Steinzeit reisen, finden sie ein wahres Männerparadies vor. Doch auch dieses Glück währt nicht lange. Kurt und Walter vermasseln einfach alles und verderben den Männern auch noch den letzten Spaß an der Steinzeit. Völlig am Boden und schicksalsergeben machen die beiden eine Entdeckung und gelangen so zu ihrem wohlverdienten Happy End.
MAIN-POST
  Ausgabe Karlstadt
  vom Dienstag, den 24. Juli 2012

von evw
Der Mann sei der Frau untertan
Theatergruppe der Karlstadter Realschule spielte Emanzipationsstück

Die Nachwuchstheatergruppe der Johann-Rudolph-Glauber-Realschule Karlstadt führte eine eigene Interpretation von Hans Peter Tiemanns Stück „Männersache“ im Theater an der Gerbergasse auf. Die Schüler der sechsten und siebten Klassen studierten unter Leitung von Marcus Waitz dieses Stück ein. Mit vielen musikalischen Elementen, passenden Geräuschen und dem geschickten Einsatz von Lichteffekten sowie einem Beamer, wirkte dieses Stück modern und abwechslungsreich.

Im Zentrum der Handlung stehen zwei bedauernswerte Exemplare der Spezies Mann. Sie haben sich ihren Ehefrauen vollkommen untergeordnet. Dank eines mysteriösen Fremden und der Maschine „Historvisor 3000“ sollen die zwei nun durch die Geschichte reisen und sich an männlichen Rollenvorbildern orientieren, um echte Kerle zu werden. Doch die einzige Erkenntnis, die sie aus der Reise zu Tarzan, Graf Dracula und den Cowboys im Wilden Westen erlangen, ist, das selbst diese vermeintlichen Helden von der Frauenwelt gehörig den Marsch geblasen bekamen. Insgesamt ist es ein amüsantes Stück, das das Publikum häufig zum Lachen brachte.